18.07.2016

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7/18/20161 min read

Würzburg, 18. Juli 2016: Die Axt-Attacke im Regionalzug

Am Abend des 18. Juli 2016 griff ein junger Mann in einem Regionalzug nahe Würzburg mit einem Beil und einem Messer wahllos vier chinesische Touristen an und verletzte sie lebensbedrohlich. Nach einer Notbremsung flüchtete er, verletzte auf der Flucht eine weitere Frau schwer und wurde schließlich von einem Spezialeinsatzkommando erschossen, als er die Beamten mit erhobener Axt angriff.

Wer war der Täter?

Der Täter war 2015 als angeblich unbegleiteter minderjähriger Flüchtling unter dem Namen Riaz Khan Ahmadzai über Ungarn und Österreich nach Deutschland gekommen und hatte bei seiner Registrierung in Passau ein Geburtsdatum angegeben, das ihn als 16-Jährigen auswies. Er lebte zuletzt bei einer Pflegefamilie in Gaukönigshofen nahe Würzburg. Sicherheitsbehörden vermuteten später, der Täter sei in Wahrheit älter gewesen und möglicherweise aus Pakistan statt Afghanistan gekommen – die Angabe als unbegleiteter Minderjähriger habe seine Chancen auf Asyl erhöhen sollen.

Motiv und Bekennervideo

Bei dem Täter wurde eine handgemalte IS-Flagge gefunden. Er hatte kurz vor der Tat vom Tod eines Freundes in Afghanistan erfahren. Die "Islamischer Staat"-Medienstelle veröffentlichte nach der Tat ein Bekennervideo, in dem sich der Attentäter zur Terrormiliz bekannte. Die Ermittlungsbehörden stuften die Tat als islamistisch motiviert ein.