Modul 9 – Das James-Bond-System

Ein Roulette-System mit festen Wetteinsätzen

Das James-Bond-System gehört zu den bekanntesten festen Roulette-Systemen und unterscheidet sich deutlich von klassischen Progressionssystemen wie Martingale oder Fibonacci.

Während Progressionssysteme die Einsatzhöhe nach Gewinn oder Verlust verändern, setzt das James-Bond-System auf eine gleichzeitige Kombination mehrerer Wetten innerhalb eines Coups.

Ziel ist es, einen möglichst großen Bereich des Zahlenfeldes mit nur wenigen Wetten abzudecken.

Seinen Namen verdankt das System der Romanfigur James Bond, die es in einem der Romane von Ian Fleming verwendet.

Wie funktioniert das James-Bond-System?

Das James-Bond-System wird ausschließlich auf dem Europäischen Roulette gespielt.

Der Gesamteinsatz wird auf drei verschiedene Wetten verteilt:

  • 70 % auf die Passe (19–36)

  • 25 % auf die Transversale 13–18

  • 5 % auf die Zero

Diese Verteilung deckt einen großen Teil des Roulette-Tableaus ab.

Die Idee hinter dem System

Das James-Bond-System verfolgt nicht das Ziel, Einsätze nach Gewinnen oder Verlusten anzupassen.

Stattdessen soll durch die Kombination mehrerer Wetten die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, dass zumindest eine der gesetzten Wetten gewinnt.

Dadurch entstehen häufig kleinere Gewinne, während bestimmte Zahlenbereiche vollständig unbesetzt bleiben.

Welche Zahlen werden abgedeckt?

Mit der klassischen Einsatzverteilung werden folgende Bereiche gespielt:

  • 13 bis 18

  • 19 bis 36

  • Zero

Nicht abgedeckt werden:

  • 1 bis 12

Fällt die Kugel auf eine dieser Zahlen, gehen sämtliche Einsätze verloren.

Insgesamt werden jedoch 25 der 37 Zahlen direkt oder indirekt abgedeckt.

Ein einfaches Beispiel

Gesamteinsatz:

20 €

Verteilung:

  • 14 € auf Passe

  • 5 € auf die Transversale 13–18

  • 1 € auf Zero

Beispiel 1

Die Kugel fällt auf 27.

Die Passe gewinnt.

Beispiel 2

Die Kugel fällt auf 15.

Die Transversale gewinnt.

Beispiel 3

Die Kugel fällt auf 0.

Die Zero gewinnt mit einer Auszahlung von 35 : 1.

Beispiel 4

Die Kugel fällt auf 8.

Alle drei Wetten verlieren.

Die Vorteile des James-Bond-Systems

Viele Spieler schätzen das System wegen seiner einfachen Struktur.

Zu den häufig genannten Vorteilen gehören:

  • keine Progression,

  • keine Einsatzverdoppelung,

  • feste Einsatzverteilung,

  • einfache Anwendung,

  • große Abdeckung des Roulette-Tableaus.

Gerade Spieler, die keine komplexen Progressionssysteme verwenden möchten, empfinden das James-Bond-System als übersichtlich.

Die Nachteile des James-Bond-Systems

Trotz seiner großen Abdeckung besitzt das System deutliche Schwächen.

Der Bereich 1 bis 12 bleibt vollständig unbesetzt.

Fällt die Kugel auf eine dieser Zahlen, geht der gesamte Einsatz verloren.

Außerdem verändert das System nicht:

  • die Wahrscheinlichkeiten,

  • die Auszahlungsquoten,

  • den Hausvorteil,

  • oder den Erwartungswert.

Der mathematische Nachteil des Spielers bleibt deshalb unverändert bestehen.

James-Bond-System oder Progressionssystem?

James-Bond-SystemProgressionssystemeFeste EinsatzverteilungVeränderung der EinsatzhöheKeine ProgressionPositive oder negative ProgressionMehrere Wetten gleichzeitigMeist nur eine WettartEinfach anzuwendenTeilweise komplexere RegelnErwartungswert bleibt unverändertErwartungswert bleibt unverändert

Das James-Bond-System verfolgt damit einen völlig anderen Ansatz als die bisher vorgestellten Systeme.

Die mathematische Realität

Das James-Bond-System verändert ausschließlich die Verteilung der Einsätze.

Es verändert nicht

  • den Roulettekessel,

  • die Wahrscheinlichkeiten,

  • die Auszahlungsquoten,

  • den Hausvorteil,

  • oder den Erwartungswert.

Auch dieses System kann kurzfristig erfolgreiche Spielphasen hervorbringen.

Langfristig bleibt der mathematische Vorteil des Casinos jedoch bestehen.

Die wichtigsten Fakten

  • Das James-Bond-System arbeitet mit einer festen Einsatzverteilung.

  • Es werden gleichzeitig drei verschiedene Wetten platziert.

  • Etwa zwei Drittel des Zahlenfeldes werden abgedeckt.

  • Es findet keine Progression statt.

  • Der Hausvorteil bleibt unverändert bestehen.

  • Kein Roulette-System kann den Erwartungswert verändern.

Fazit

Das James-Bond-System zeigt eindrucksvoll, dass Roulette-Systeme sehr unterschiedlich aufgebaut sein können.

Während einige Systeme ihre Einsätze nach Gewinnen oder Verlusten verändern, setzt dieses System auf eine geschickte Kombination verschiedener Wetten.

Doch unabhängig von der gewählten Methode gilt:

Kein Roulette-System kann die mathematischen Gesetze des Roulettes außer Kraft setzen.

Nächster Schritt

Im nächsten Modul vergleichen wir die wichtigsten Roulette-Systeme miteinander. Du erfährst, welche Unterschiede hinsichtlich Risiko, Kapitalbedarf, Einsatzentwicklung und Spielweise bestehen und welches System am besten zu deinen persönlichen Zielen passt.

➜ Nächstes Modul: Vergleich der Roulette-Systeme