Modul 8 – Das 1-3-2-6-System

Kleine Gewinnserien optimal nutzen

Das 1-3-2-6-System gehört zu den bekanntesten positiven Progressionssystemen im Roulette.

Im Gegensatz zu klassischen Verlustprogressionen wie dem Martingale werden die Einsätze nicht nach Verlusten, sondern ausschließlich nach Gewinnen erhöht.

Das Ziel des Systems ist es, kurze Gewinnserien möglichst effizient auszunutzen, während das Verlustrisiko jederzeit begrenzt bleibt.

Durch seine einfache Struktur und das kontrollierte Risikomanagement zählt das 1-3-2-6-System zu den beliebtesten positiven Roulette-Systemen.

Wie funktioniert das 1-3-2-6-System?

Das System wird auf Einfachen Chancen gespielt, beispielsweise auf:

  • Rot oder Schwarz

  • Gerade oder Ungerade

  • Manque (1–18) oder Passe (19–36)

Die Einsatzfolge ist fest vorgegeben:

1 → 3 → 2 → 6

Dabei entspricht jede Zahl einer Vielfachen des Grundeinsatzes.

Nach jedem Gewinn wird zur nächsten Stufe gewechselt.

Nach jedem Verlust beginnt die Folge wieder mit dem Grundeinsatz.

Die vier Stufen

Stufe 1

Einsatz:

1 Einheit

Gewinn → weiter zu Stufe 2

Verlust → Neustart bei Stufe 1

Stufe 2

Einsatz:

3 Einheiten

Gewinn → weiter zu Stufe 3

Verlust → Neustart bei Stufe 1

Stufe 3

Einsatz:

2 Einheiten

Gewinn → weiter zu Stufe 4

Verlust → Neustart bei Stufe 1

Stufe 4

Einsatz:

6 Einheiten

Gewinn → Serie erfolgreich abgeschlossen

Verlust → Neustart bei Stufe 1

Nach Abschluss einer erfolgreichen Serie beginnt das System erneut mit einer Einheit.

Ein einfaches Beispiel

Grundeinsatz:

10 €

CoupEinsatzErgebnisNächste Stufe110 €Gewinn3230 €Gewinn2320 €Gewinn6460 €GewinnSerie beendet

Nach vier aufeinanderfolgenden Gewinnen beginnt die Progression wieder bei der ersten Stufe.

Geht eine Wette verloren, wird die gesamte Folge sofort zurückgesetzt.

Die Idee hinter dem System

Das 1-3-2-6-System verfolgt einen einfachen Gedanken:

Gewinnserien sollen maximal genutzt werden, ohne Verluste durch immer höhere Einsätze auszugleichen.

Da die Progression ausschließlich während erfolgreicher Spielphasen erfolgt, bleibt das Verlustrisiko deutlich begrenzter als bei negativen Progressionssystemen.

Spieler riskieren überwiegend bereits erzielte Gewinne und nicht zusätzliches Kapital.

Die Vorteile des 1-3-2-6-Systems

Zu den häufig genannten Vorteilen gehören:

  • leicht verständliche Regeln,

  • feste und übersichtliche Einsatzfolge,

  • Progression ausschließlich nach Gewinnen,

  • begrenztes Verlustrisiko,

  • geringer Kapitalbedarf,

  • gute Kontrolle über das Bankroll-Management.

Gerade Einsteiger schätzen die einfache Anwendung dieses Systems.

Die Nachteile des 1-3-2-6-Systems

Auch dieses System besitzt Grenzen.

Gewinnserien mit vier aufeinanderfolgenden Treffern treten zwar regelmäßig auf, sind jedoch keineswegs garantiert.

Bereits ein einzelner Verlust beendet die Progression und führt zum Neustart.

Außerdem verändert das System nicht:

  • die Wahrscheinlichkeiten,

  • die Auszahlungsquoten,

  • den Hausvorteil,

  • oder den Erwartungswert.

Der mathematische Vorteil des Casinos bleibt vollständig bestehen.

1-3-2-6 oder Paroli?

Beide Systeme gehören zu den positiven Progressionssystemen.

Die mathematische Realität

Das 1-3-2-6-System verändert ausschließlich die Einsatzhöhe.

Es verändert nicht

  • den Roulettekessel,

  • die Wahrscheinlichkeiten,

  • die Auszahlungsquoten,

  • den Hausvorteil,

  • oder den Erwartungswert.

Wie jedes andere Roulette-System kann es kurzfristig erfolgreiche Spielphasen erzeugen.

Langfristig bleibt der mathematische Vorteil des Casinos jedoch unverändert bestehen.

Die wichtigsten Fakten

  • Das 1-3-2-6-System ist ein positives Progressionssystem.

  • Die Einsatzfolge lautet 1 → 3 → 2 → 6.

  • Nach jedem Verlust beginnt die Progression wieder bei der ersten Stufe.

  • Ziel ist es, kurze Gewinnserien optimal auszunutzen.

  • Das Verlustrisiko ist deutlich geringer als bei klassischen Verlustprogressionen.

  • Der Hausvorteil bleibt unverändert bestehen.

  • Kein Roulette-System kann den Erwartungswert verändern.

Nächster Schritt

Im nächsten Modul lernst du das James-Bond-System kennen. Anders als die bisher vorgestellten Progressionssysteme basiert es nicht auf einer Veränderung der Einsatzhöhe, sondern auf einer besonderen Kombination mehrerer Wetten innerhalb eines einzigen Coups.

➜ Nächstes Modul: Das James-Bond-System