Fallbeispiel 2 ➜ 21.03.2015 Wiesbaden
Drucken Sie zwei Arbeitsblätter (Arbeitsblatt I | Arbeitsblatt II) aus und tragen Sie zuerst den Vorlauf ein:
20 | 20 | 17 | 13 | 23 | 25 | 25 | 31 | 23 | 4 | 36 | 1 | 12 | 1 | 1 | 9 | 20 | 12 | 9 | 29 | 2 | 13 | 17 | 32 | 3 | 32 | 30 | 25 | 30 | 14 | 26 | 1 | 36 | 22 | 14 | 17 | 1 | 36 | 7 | 28 | 19 | 2 | 15 | 13 | 6 | 24 | 11 | 14 | 3 | 3 | 6 | 1 | 4 | 30 | 33 | 25 | 20 | 30 | 15 | 2
Ihr Arbeitsblatt müsste nun (handschriftlich) so aussehen:


Malen Sie die Kreise nun aus, so dass alle Figuren ab 3er zum Vorschein kommen.
Ihr Arbeitsblatt müsste nun so aussehen:


Verbinden Sie nun die Chancen-Wechsel mit Strichen.
Ihr Arbeitsblatt müsste nun so aussehen:


Nun kennzeichnen Sie bitte die Ersten Vier.
Ihr Arbeitsblatt müsste nun so aussehen:


Es reicht, wenn Sie die Ersten Vier mit einem ausgemalten Kreis kennzeichnen. Hier haben wir es zur Veranschaulichung noch gelb gekennzeichnet.
Wir notieren bei den Figuren ab 6er die Länge. Dann sieht es so aus:


Darüber hinaus notieren wir die Abstände zwischen den Figuren, falls wir den vertretbaren Abstand nicht sofort erkennen. Das machen wir auch bei den Ersten Vier. So haben wir neben der letzten Zahl, der 2, den (vertretbaren) Abstand von 8 hinzugefügt.


Zuletzt fügen wir noch die Längen der Intermittenzen ab 6er hinzu.


Nun beginnt die Analyse, wir scannen die Figuren nach angreifbaren, zu erwartenden Ereignissen ab.
Was fällt auf? Fangen wir links mit Schwarz an:
Wir sehen drei Figuren, eine 4er (Coup 1-4), noch eine 4er (Coup 20-23) und eine 6er (Coup 42-47):


Interessant ist der gleichmäßige Abstand zwischen den Figuren:


Nach vier- bzw. fünfmal Schwarz kommt eine Figur. Das bedeutet, das Ende der 9er Intermittenz ist ein Auslösepunkt, also der Anfang einer neuen Figur. Der Begriff „Auslösepunkt“ wird Ihnen ab jetzt öfter begegnen!
Schauen wir uns nun Rot an: Da sehen wir eine 3er (Coup 5-7), eine 6er (Coup 11-16), eine 7er (Coup 24-30). Das, nebenbei erwähnt, ist eine aufsteigende Figurentendenz. Aber dann kommen „nur“ zwei 3er (Coup 37-39 und 48-50). Der Abstand zwischen der 6er und 7er war 2. Wie es jetzt auf Rot weitergeht, wissen wir nicht. Wir wissen aber: nach einer höheren Figur kam eine höhere Figur.


Auf Pair sehen wir nur zwei 3er. Sollte er irgendwann wieder einen 3er bringen, würden wir darauf setzen, dass dieser wieder von einer zweiten Figur verfolgt wird.


Auf Impair haben wir eine 7er Figur, der im Abstand von 2 von einer 3er folgt. Und wir haben eine 6er Intermittenz (Coup 37-43):


Kommen wir nun zu Manque: 5er, 3er, 3er, 4er, 7er. Die Figurendichte ist groß, ähnlich wie auf Rot, hier aber besser, da es eine aufsteigende Figurentendenz ist. Drei, Vier, Sieben. Hier können wir eine zu erwartende Figur angreifen.
Die Regel lautet: Drei Figuren in einem vertretbaren Abstand definieren die durchschnittliche Erscheinungshäufigkeit.
Wir addieren die drei Figurenlängen (3, 4 und 7) und kommen auf 14. Das teilen wir durch drei (Figuren). Unsere zu erwartende Angriffsfigur hat daher die Länge 4 bis 5, wobei es bereits zwei 3er gab. Nach dreimal ist er abgebrochen, und das zweimal. Das werden wir berücksichtigen, indem wir bei unserem Parolisatz nach dreimal Manque die Hälfte sichern.


Auf Passe, das kennen wir doch bereits von Schwarz, haben wir drei Figuren, die größer als 3 sind in einem gleichmäßigen Abstand von 5 bzw. 6., nämlich eine 5er, eine 4er und wieder eine 5er:


Noch eine sehr wichtige Regel, gerade im Bezug auf die Parolisätze:
Die Nase-Bild-Abfrage steuert das Spiel. Wenn die Nase-Bild-Abfrage negativ ist, setzen wir bei einer 3er als Zielfigur nur die Hälfte des eigentlichen Satzes, bei einer 4er nur ein Viertel. Und bei einer höheren Zielfigur machen wir gar keinen Einsatz, wenn der Rhythmus „Nase“ erwarten lässt.
Schaut dazu mal exemplarisch nur auf Schwarz: wenn eine Nase (auf Schwarz) kommt, kommen mindestens zwei weitere Nasen. Das ist damit gemeint: Nase-Bild-Abfrage steuert das Spiel.


Auf Passe erwarten wir daher eine P4. Bisher kennen wir B für Blockfiguren und S für Signalfiguren. Nun kommen noch P = Projektionsfiguren hinzu.
Was heißt das genau: Projektion?
Das heißt, wir sehen, dass die Figuren in einem gleichmäßigen Abstand zueinanderstehen, auf Passe 5 und 6. Wir definieren daher als Angriffsfigur eine P4 im Abstand zwischen 5 und 8. Das können wir schon einmal wie folgt notieren:


Zuletzt gucken wir uns noch die Ersten Vier an: die Abstände sind vertretbar, maximal 8. Zuletzt ist die 2 im Abstand von 8 (zur 1 im Coup 52) gekommen. Hier würden wir nun erstmal nur mit Mindesteinsatz absichern. Sollten aber in einem kleineren Abstand die Ersten Vier nochmal kommen, greifen wir auch hier an. Jetzt schauen wir mal, wo wir wie spielen. Auf Passe haben wir ja bereits eine Angriffsfigur definiert. Bis zum Auslösepunkt 5 können wir hier Swingwave spielen, da wir erwarten, dass er nach maximal zweimal auf Manque wechselt.


Auf Rot wissen wir nicht, wann wieder eine Figur kommt, und wie groß diese wird. Oben haben wir zwei hohe Figuren (6er und 7er) eng hintereinander, zuletzt aber nur die beiden 3er. Daher spielen wir auch hier SW (Swingwave). Pair und Impair sind lupenreine Swingwave stränge, da wir hier gar keine Angriffsfiguren definieren können. Bleibt noch Manque: Da hatten wir ja als Angriffsfigur bereits eine B4 definiert. Da die 3er aber Bruchfigur sind und nach der 5er eine 3er kam, definieren wir als Angriffsfigur B34, so dass sich nun folgende Übersicht ergibt.


Und noch etwas fällt bei der Nase-Bild-Abfrage auf Schwarz ins Auge: Die Bilder, in diesem Fall alles Figuren (>2) stehen allein, die Konstellation Bild-Bild gibt es bisher nicht.


Nun setzen wir: 4 Stücke auf Schwarz. Warum? Wir wären eigentlich bereits bei der 15 eingestiegen, und zwar sogar mit drei Stücken. Warum? Weil wir Projektionsfiguren verschärft angreifen. Dann würden, da wir mit der 2 ja getroffen hätten, dort sechs Stücke liegen. Die müssten wir jetzt nachlegen, da wir erwarten, dass die Figur mindestens eine 4er wird. Eine 2er hat er auf Schwarz bisher gar nicht gezeigt. 6 Stücke als ersten Einsatz auf der Ersten Chance ist aber sehr viel, und wir wollen ja erstmal ins Spiel reinkommen, daher erstmal nur 4 Stücke.
Von Pair schwingen (Swingwave) wir auf Impair mit einem Stück.


Das kennzeichnen wir durch diesen Strich von links oben nach rechts unten.
Auf Manque haben wir eine B34 als Zielfigur definiert, da müssten jetzt, wären wir auf der 15 mit zwei Stücken eingestiegen, vier Stücke liegen. Die legen wir nun nach.
Noch ein Stück auf die Absicherung (Die Ersten Vier), dann sehen unsere Sätze und die dazugehörige Notatiuon so aus:

Machen wir die Sätze, wie bei Schwarz, auf derselben Chance, auf der die letzte Zahl gefallen ist, lassen wir den Strich weg.

Insgesamt so:


Es kommt die 27.


1 Stück auf Schwarz (SW). Die 2 Stücke von Impair schieben wir auf Pair (Paroli). Und ein Stück auf Manque, denn hier erwarten wir frühestens ab dem 5. Mal Passe eine Figur. 1 Stück auf die Ersten Vier. Eigentlich unnötig, weil der Einsatz noch gering, aber er hat auch schon die Ersten Vier ja auch schon zusammengebracht. Hätten wir bereits eine Bestätigung für die Ersten Vier, würden wir definitiv setzen und zwar 2 Stücke!
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