Spielbank Trier plant Umzug

Michael Schönherr

8/18/2026

Die Spielbank Trier steht vor einem Standortwechsel. Nach Jahren am Mercure Hotel verhandelt der Betreiber derzeit über einen Umzug ins Tiefgeschoss der Treviris-Passage – ein neu entstehender Wohn- und Geschäftskomplex mitten in der Trierer Innenstadt. Was bislang bekannt ist, haben wir für euch zusammengefasst.

Warum die Spielbank umziehen muss

Der Auslöser für den Umzug kommt nicht von der Spielbank selbst: Der Betreiber des Mercure Hotels gibt den Standort auf, wodurch der bestehende Untermietvertrag zum Jahresende 2025 ausläuft. Die Spielbank Trier braucht also zwingend eine neue Bleibe – und die Treviris-Passage gilt derzeit als aussichtsreichster Kandidat.

Rund 1.800 Quadratmeter im Gespräch

Im Tiefgeschoss der Treviris-Passage stehen etwa 1.800 Quadratmeter zur Diskussion. Geschäftsführer Michael Seegert äußert sich zum aktuellen Stand der Gespräche allerdings vorsichtig: „Ja, wir führen ernst zu nehmende Gespräche mit dem Vermieter, aber es sind noch zahlreiche Dinge zu klären, abgeschlossen ist die Sache noch nicht."

Betrieben wird die Spielbank Trier von der Spielbank Mainz GmbH, die auch die Standorte in Mainz und Bad Ems führt.

Hürden auf dem Weg zum neuen Standort

Ganz so einfach, wie es klingt, ist der Umzug nicht. Gleich mehrere Faktoren erschweren die Planung:

Die Trierer Glücksspielsatzung setzt enge Grenzen und sperrt zahlreiche Straßenzüge in der Innenstadt grundsätzlich für Spielstätten – ein neuer Standort muss also erst einmal rechtlich passen. Hinzu kommt die Sanierung der Treviris-Passage selbst, die mit rund 50 Millionen Euro veranschlagt ist. Wie die Zeitpläne für Sanierung und behördliche Genehmigungen am Ende zusammenpassen, ist bislang offen. Und schließlich braucht jede Spielbank in Deutschland ohnehin eine staatliche Konzession, hier vergeben durch das Innenministerium Rheinland-Pfalz, das die Branche entsprechend eng begleitet.

Die Spielbank Trier in Zahlen

Wie relevant der Standort für die Stadt ist, zeigen die Zahlen aus dem laufenden Jahr: 2025 zählte die Spielbank Trier rund 49.400 Besucherinnen und Besucher, das entspricht im Schnitt etwa 135 Gästen pro Tag. Der Jahresgewinn liegt bei rund 2,5 Millionen Euro. Für die Stadt Trier selbst ist das kein Nebeneffekt: Über Abgaben flossen 2025 rund 937.000 Euro in die Stadtkasse.

Auch der Alltag im Spielbetrieb ist streng reguliert: Während der Öffnungszeiten sind stets zwei Finanzbeamte vor Ort, um die Einhaltung der Vorgaben zu überwachen – Standard für konzessionierte Spielbanken in Deutschland.

Was das für Spieler bedeutet

Für Roulette- und Casino-Fans in der Region ist der geplante Umzug erst einmal eine gute Nachricht: Die Spielbank Trier bleibt der Stadt offenbar erhalten, auch wenn der bisherige Standort am Mercure Hotel wegfällt. Ob und wann die Treviris-Passage tatsächlich zur neuen Adresse wird, hängt jedoch noch von mehreren offenen Fragen ab – von den Vertragsverhandlungen über die Baugenehmigungen bis hin zur Abstimmung mit der laufenden Sanierung des Gebäudes.

Wir bleiben für euch dran und berichten, sobald es Neuigkeiten zum Umzug der Spielbank Trier gibt.